Bandverletzungen am oberen Sprunggelenk
Es handelt sich hierbei um eine häufige Verletzung, die man sich durch sogenanntes "Übertreten" zuzieht, sei dies beim Sport, auf glatten oder unebenen Strassen oder wegen zu hoher Absätze.
Der Fuss knickt dabei nach innen ab, worauf sofort ein heftiger Schmerz an der Aussenseite des oberen Sprunggelenkes auftritt. Wird dabei, was häufig der Fall ist, etwas verletzt, entsteht unmittelbar darauf eine massive lokale Schwellung (Bluterguss im Gelenk), was zur Folge haben kann, dass man auf diesen Fuss wegen der Schmerzen nicht mehr abstehen kann.
Ist dies der Fall, ist mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Teil oder der gesamte Bandapparat an der Aussenseite des oberen Sprunggelenkes gerissen.
Als Sofortmassnahme empfiehlt sich einerseits das straffe Einbinden des Gelenkes und andererseits die konsequente Kühlung über ca. 24 Stunden.
Diagnose
Diese wird aufgrund einer sogenannten "gehaltenen Aufnahme"
gestellt, bei der (vorzugsweise in Lokalanaesthesie wegen der Schmerzen) der
Unfallmechanismus nachvollzogen und das Gelenk nochmals "aufgeklappt"
wird. Lässt sich dies in einem zu grossen Masse durchführen, wird
normalerweise für ca 6 Wochen eine Schiene oder ein orthopädischer Schuh
angepasst, die das Abknicken nach innen verunmöglichen, aber das Abrollen des
Fusses zulassen.
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Das obere Sprunggelenk von vorne und von der Seite: alles sieht normal aus.
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Dasselbe Gelenk in den "Gehaltenen Aufnahmen": deutlich ist die vermehrte Aufklappbarkeit zu sehen, ein Zeichen dafür, dass seitlich der Halt der Bänder fehlt.
Chirurgische Therapie
Sollte sich auf diese Art keine Heilung (Stabilisierung) des
Sprunggelenkes ergeben, muss allenfalls eine sogenannte Bandplastik
durchgeführt werden, bei der der Teil einer Sehne als Ersatz für die
gerissenen Bänder in den entsprechenden Knochen verankert werden. Dabei kommen
verschiedene Methoden zur Anwendung, die alle ihre Vor- und Nachteile aufweisen
und auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden müssen.
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DISCLAIMER
Ich möchte festhalten, dass diese Homepage ausschliesslich zur Information
dient.
Auch ist es nicht meine Absicht, an dieser Stelle jede Erkrankung und deren
Therapiemöglichkeiten bis ins letzte Detail abzuhandeln. So kann ich auch
konkrete medizinische Fragestellungen nicht via E-Mail beantworten.
Dies ist nur in einem persönlichen Arzt-Patientengespräch möglich.