Hammerzehe
Diese ebenfalls sehr häufig auftretende Fehlstellung der kleineren Zehen, ist
sehr häufig in Kombination mit einem Hallux Valgus zu beobachten. Vorwiegend
sind davon die II. und die III. Zehe betroffen.
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Definition
Verkrümmung und Verkürzung der kleineren Zehen. Das Mittelgelenk
steht nach oben, das Endglied steht mehr oder weniger steil nach unten und
drückt gegen die Schuhsohle. Über dem Mittelgelenk bildet sich durch Reibung am
Schuh häufig eine schmerzhafte Schwiele (Hühnerauge). Je nach Dauer der
Fehlstellung sind die Gelenke noch mehr oder weniger beweglich.
Entstehung
Im Zusammenhang mit dem Hallux Valgus betrachtet, spielt auch bei den
Hammerzehen die Vererbung eine dominierende Rolle. Durch Abweichung der
Grosszehe zur Seite kommt es zu einer Verdrängung der kleineren Zehen, deren
Endglieder nach unten ausweichen, wodurch es schliesslich zum typischen Bild der
Hammerzehen kommt. Begünstigend für diese Fehlstellung ist auch hier enges
Schuhwerk, das besonders bei überlangen zweiten Zehen einen Druck von vorn
ausübt.
Therapie
Bewegliche Hammerzehe
Hier wird in letzter Zeit zunehmend ebenfalls eine zwar aufwendigere, jedoch
schonendere, weil gelenkerhaltende Methode angewandt. Es wird der jeweils
entsprechende Mittelfussknochen verkürzt, Strecksehne und Gelenkkapsel
"verlängert", wodurch einerseits die häufig überlange Zehe entsprechend verkürzt
wird und andererseits, da der Zug der Strecksehne wegfällt, das Mittelgelenk
wieder eine normale Stellung einnimmt.
Fixierte Hammerzehe
Neuerdings kann auch hier eine gelenkerhaltende Methode angewendet werden;
da die Gelenke in ihrer Stellung meist nur durch das umgebende Gewebe versteift
sind. Nach Lösen der Verwachsungen und eventuell Verlängerung der Strecksehnen
können diese Gelenke wieder mobilisiert werden. Hier muss zur vorübergehenden
Fixation ein (nicht störender) Draht in die Zehe eingebracht werden.
Nachbehandlung
Bewegliche Hammerzehe
In einem Spezialschuh (dem gleichen wie bei der Nachbehandlung des Hallux
Valgus) kann ab 1. postoperativem Tag bereits wieder voll belastet werden. Nach
2 Wochen darf der Schuh weggelassen werden.
Fixierte Hammerzehe
Hier muss häufig zur vorübergehenden Fixierung für ca. 4 Wochen ein Draht
eingesetzt werden, der aber weder schmerzt noch stört. Auch in diesem Fall
braucht es einen Spezialschuh, die Nachbehandlung erfolgt gleich wie im obigen
Fall.
Beide Behandlungen bedürfen einer aktiven Mitarbeit der Patienten (stetiges Mobilisieren der operierten Zehen ab Operationstag!)
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DISCLAIMER
Ich möchte festhalten, dass diese Homepage ausschliesslich zur Information
dient.
Auch ist es nicht meine Absicht, an dieser Stelle jede Erkrankung und deren
Therapiemöglichkeiten bis ins letzte Detail abzuhandeln. So kann ich auch
konkrete medizinische Fragestellungen nicht via E-Mail beantworten.
Dies ist nur in einem persönlichen Arzt-Patientengespräch möglich.